Auf dem Mobile World Congress In Barcelona hat Microsoft ihr neues mobile OS, Windows Phone 7 Series, vorgestellt.
Im Frühjahr 2011 soll das in Zusammenarbeit mit ASUS entwickelte Smartphone auf den Markt kommen. Es ist natürlich Multitouchfähig und bietet einiges an Socialzeug. Letzteres ist scheinbar “nativ” integriert was eine Vernetzung kreuz und quer durch die eigenen Kontakte mit sich bringt. Zudem kann man mit einem Statusupdate alle möglichen Plattformen gleichzeitig füttern.
Worauf ich aber eigentlich hinaus möchte ist das UI, in diesem Fall würde ich wiklich langsam das Wort NUI in den Mund nehmen. Man merkt, dass Microsoft ordentlich von ihrem Multitouchtisch Microsoft Surface gelernt haben. Das Design ist cool. Mir gefällt der Homescreen mit seinen rechteckigen UI Klotzen. Die fixe Struktur und die ins Auge stechende Zweidimensionalität wiederspricht etwas dem natürlichen Gefühl. Was wiederum ein wirklicher Pluspunkt des Hauptmenüs ist: Alles bewegt sich. Man hat das Gefühl, dass die Blöcke alle sagen möchten: “Huhu kuck mal!”
Beim eintauchen in einen Menüpunkt läuft eine wirklich schicke Animation ab. Das Untermenü ist meiner Meinung das interessanteste. Hier spürt man förmlich den Einfluss des Surface. Das UI liegt auf einer überbildschirmgroßen Ebene und durch wischen gelangt man zu anderen Bereichen dieser Ebene. Einer der Kernpunkte des Natural User Interface Paradigmas ist Kontinuität der Elemente. Man hat das Gefühl, dass auch nicht sichtbare Bereiche des UI immer da sind. Sehr gelungen ist auch der “Hinweis”, dass es Links und Rechts weitergeht, indem UIElemente in den Screen reinhängen.
Jetzt kommt der Wehrmutstropfen: Bei den Videos hab ich das Gefühl, dass die Struktur unter diesem Ansatz enorm gelitten hat. Man hat fast zu viele verschiedene Möglichkeiten auf dieser Ebene. Auf diese Weise muss man fast ein wenig “kramen” bis man das gefunden hat was man wollte.
Jetzt bin ich gespannt, wie das Gerät am Ende aussehen wird. Ich habe leider im Gefühl, dass das Gerät eventuell Probleme haben wird die Leistung aufzubringen um eine slicke Erfahrung zu gewährleisten. Denn nichts ist unerotischer als ein unperformantes UI.